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Postamt von Sankt Nikolaus wird deutsches Kulturerbe

Saarlands Nikolaus-Postamt darf sich künftig mit dem Titel Kulturerbe schmücken. Mehr als 30.000 Briefe aus aller Welt werden dort jährlich beantwortet – auch in Blindenschrift.

Das Nikolaus-Postamt im saarländischen Sankt Nikolaus wird ins Bundesverzeichnis Immaterielles Kulturerbe aufgenommen. Die Kulturministerkonferenz habe einen entsprechenden Vorschlag des Fachkomitees der deutschen Unesco-Kommission bestätigt, teilte das saarländische Bildungsministerium am Mittwoch in Saarbrücken mit. “Die Aufnahme in das Bundesverzeichnis, und das im 60. Jahr der Kinderbriefaktion in Sankt Nikolaus, macht uns unfassbar stolz”, erklärte Peter Gerecke vom Festausschuss Sankt Nikolaus.

Der Ausschuss betreibt in der Vorweihnachtszeit nahe der Landeshauptstadt Saarbrücken dieses ehrenamtliche Postamt. Mehr als 30.000 Briefe würden pro Jahr laut Mitteilung auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Ungarisch, Spanisch, Russisch, Polnisch, Chinesisch und Ukrainisch sowie in Blindenschrift beantwortet.

Bundesweit gibt es weitere offizielle Weihnachtsfilialen der Post. Der Weihnachtsmann ist im brandenburgischen Himmelpfort erreichbar, das Christkind im nordrhein-westfälischen Engelskirchen und im bayerischen Himmelstadt. Auch im Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür, in der Gemeinde Himmelpforten bei Stade sowie in Nikolausdorf bei Cloppenburg wird Weihnachtspost beantwortet.