Zur Förderung des digital gestützten Unterrichts in NRW stattet das Land die Schulen mit rund 3.000 Brillen für Anwendungen im Bereich von Virtual Reality (VR) aus. Die Einrichtungen sollen die VR-Brillen bis Ende des Jahres erhalten, wie das Schulministerium am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Zudem sollen die VR-Brillen an allen 33 Standorten der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung des Landes erprobt werden.
Die Brillen sollen laut Ministerium in den kommenden fünf Jahren darauf geprüft werden, welchen Beitrag die VR-Technologie für ein zeitgemäßes und zukunftsorientiertes Lehren und Lernen in der digitalen Welt leisten kann. „Mit dieser Technologie schaffen wir ein Lernumfeld, das Praxisnähe ermöglicht, spannend ist und mit dem wir Schülerinnen und Schüler motivieren und begeistern wollen“, sagte Ministerin Dorothee Feller (CDU). Durch den Einsatz der VR-Technik werde „die ganze Welt ins Klassenzimmer“ geholt und der Unterricht anschaulicher gemacht.
Zu den VR-Brillen werde das Schulministerium landesweit eine Lehr- und Lernumgebung für die Schulen bereitstellen, die für eine Erprobung im Unterricht geeignet sei, hieß es. Dazu gehöre auch die vom Ministerium mit der Ruhr-Universität Bochum entwickelte VR-Anwendung „Smart City für das Lehren und Lernen in der digitalen Welt“, die ab Herbst verfügbar sein werde.
Das Pilotprojekt nimmt zudem die Lehrkräfteausbildung in den Blick. Angehende Lehrkräfte sollen sich bereits während ihrer Ausbildung mit den neuen digitalen Technologien vertraut machen und die Gestaltungspotenziale kennenlernen.