Nagelkreuz für Kirche in Demmin

Ehrung aus Coventry
Nagelkreuz für Kirche in Demmin
Nachbildung des Nagelkreuzes von Coventry - Norbert Neetz / epd
Demmin. Die Evangelische Kirchengemeinde in Demmin in Vorpommern ist in die Internationale Nagelkreuzbewegung aufgenommen worden. Der oberste Repräsentant der Nagelkreuzgemeinschaft, der Dean der Kathedrale von Coventry in Großbritannien, John Witcombe, überreichte der Kirchengemeinde ein Nagelkreuz, das als Symbol für Friedens- und Versöhnungsarbeit gilt. Mit der Aufnahme in diese Gemeinschaft wird nach Angaben der Kirchengemeinde die jahrelange Versöhnungsarbeit der Demminer gewürdigt. Im Stadtgebiet war es am Kriegsende 1945 zu einem großen Massensselbstmord gekommen. Schätzungsweise rund 1.000 Frauen, Kinder und Männer gingen bei gewalttätigen Auseinandersetzungen während der Besetzung durch die Rote Armee freiwillig in den Tod. In der DDR-Zeit war das Gedenken daran untersagt. Seit vielen Jahren widmet sich die Kirchengemeinde diesem Thema. 2020 entstand als Zeichen dafür ein überdimensionales Trauertuch, das in der St. Bartholomaei-Kirche in Demmin hängt.

An Zerstörung erinnert

Das Nagelkreuz wurde einst aus drei erhaltenen Nägeln der Kathedrale von Coventry geformt, die nach der Zerstörung der Kirche 1940 durch einen Luftangriff der NS-Wehrmacht im Schutt gefunden wurden. Es gilt seitdem als Symbol für Frieden und Versöhnung. Nachformungen des Kreuzes werden an Gemeinden vergeben, die sich für diese Ziele einsetzen. (epd)
Timo.TeggatzT
Ein Beitrag von:

Timo.Teggatz

Schrieb schon als Schüler für die Lokalzeitung über Kaninchenzüchter und mehr, während des Politik-Studiums in Kiel als rasender Sportreporter im Einsatz. Volontariat beim Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag, danach acht Jahre als Redakteur für eine Touristikzeitschrift in der Weltgeschichte unterwegs. Seit Juli 2014 bei der Evangelischen Zeitung – seit dem Start von evangelische-zeitung.de für online zuständig.

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