Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse präsentieren sich 2.040 Verlage und Aussteller aus 45 Ländern. Bemerkenswert sei ein Flächenzuwachs bei den Buchungen um 14 Prozent, sagte der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner, am Mittwoch. Dennoch sind es 45 Verlage weniger als im Vorjahr.
Die Leipziger Buchmesse findet von Donnerstag bis Sonntag unter dem Motto „Worte bewegen Welten“ statt. Sie sollte am Mittwochabend im Gewandhaus feierlich eröffnet werden. Gastland der Messe ist in diesem Jahr Norwegen.
Die Direktorin der Leipziger Buchmesse, Astrid Böhmisch, betonte, die Messe sei ein Ort für gesellschaftliche Debatten. Ein Austausch sei ausdrücklich erwünscht. Neu sei das Forum „Mensch & KI: Schöne neue Welt?“. Dort wollen Experten und Expertinnen Chancen und Gefahren von Künstlicher Intelligenz (KI) ausloten.
Wegen der „außergewöhnlich hohen Nachfrage“ sei der Vorverkauf von Tickets zum ersten Mal begrenzt worden, hieß es. Für den traditionell besucherstarken Samstag stehe nur noch ein Restkartenkontingent zur Verfügung. Dies sei aber „ein sehr schönes Problem“, sagte Böhnisch.
Parallel zur Buchmesse finden die Manga-Comic-Con und das Lesefestival „Leipzig liest“ statt, in diesem Jahr mit 2.800 Veranstaltungen an 330 Orten. Ein Höhepunkt ist die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse am Donnerstag, der mit insgesamt 60.000 Euro dotiert ist. Er wird in drei Kategorien vergeben.
Zur Eröffnung der Messe am Mittwochabend sollte der belarussische Schriftsteller Alhierd Bacharevic mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet werden.