Er selbst gab zu Protokoll, in seiner Ära in Rotterdam habe es viel Feindschaft gegeben. Von Rom soll er gar mit Schweigegebot belegt worden sein. 32 Jahre nach seinem vorzeitigen Amtsende ist Bischof Bär nun gestorben.
Der frühere Rotterdamer Bischof Ronald Philippe Bär ist tot. Er starb am Wochenende (8. März) im Alter von 96 Jahren, wie das Bistum mitteilte. Bär war von 1983 bis 1993 Bischof von der niederländischen Hafenstadt und seit 1986 zusätzlich erster Militärbischof der Niederlande.
Geboren im Juli 1928 in Manado in Niederländisch-Indien, trat er 1955 in den Benediktinerorden ein und wurde 1959 zum Priester geweiht. Seine Bischofsweihe empfing er 1982 und war bis zu seiner Beförderung Weihbischof in Rotterdam.
Mit 65 Jahren reichte Bär seinen Amtsverzicht ein, den Papst Johannes Paul II. (1978-2005) annahm. Der Benediktiner kehrte zurück in seine Abtei Chevetogne in Belgien. Offiziell wurde Erschöpfung als Grund für den Rückzug des beliebten und volksnahen Bischofs genannt. Andere machen Machtkämpfe zwischen dem konservativen und dem reformorientierten Flügel der niederländischen Kirche dafür verantwortlich.