Vor drei Jahren entdeckte ein Team in Nordspanien die Knochenteile eines prähistorischen Menschen. Nun verkündeten die Experten eine wissenschaftliche Sensation.
Die Menschheit hat einen weiteren Verwandten: Im nordspanischen Ausgrabungsort Atapuerca bei Burgos haben Wissenschaftler offenbar eine bisher unbekannte Menschenart entdeckt. Die bereits 2022 gefundenen Kiefern- und Wangenfragmente gehörten zu einem “neuen Typus der menschlichen Evolution, den wir bisher nicht kannten”, heißt es in ihrer Veröffentlichung in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift “Nature”.
Die vor drei Jahren in der sogenannten “Elefantengrube” und Unesco-Welterbestätte in Atapuerca gefundenen Knochenteile galten bereits damals als Sensation, da es sich dabei mit einem datierten Alter von 1,4 Millionen Jahren um den “ältesten Europäer” handelte. Zunächst ordnete das internationale Forscherteam die Fragmente der Menschenart Homo Erectus zu, einer Spezies, die sich vor sich vor rund 2 Millionen Jahren in Afrika entwickelte und woraus später der Homo Sapiens entstand. Nun kamen die Wissenschaftler zu noch weiter reichenden Erkenntnissen.