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Evangelische Kirche der Pfalz verliert drei Prozent der Mitglieder

Die Evangelische Kirche der Pfalz hat im vergangenen Jahr 13.673 Mitglieder verloren. Das entspricht 3,1 Prozent der Mitglieder, wie die am Donnerstag veröffentlichte Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ausweist. Damit war der Rückgang der Mitgliederzahl in der pfälzischen Landeskirche leicht geringer als im bundesweiten Durchschnitt von 3,2 Prozent, aber höher als im Vorjahr (2,8 Prozent). Die Evangelische Kirche der Pfalz umfasste Ende vergangenen Jahres noch 429.934 Mitglieder, ein Jahr zuvor waren es noch 443.607 Mitglieder gewesen.

Der Rückgang der Mitglieder lag der Statistik zufolge zum größeren Teil an der deutlich gestiegenen Zahl der 8.278 Todesfälle (2023: 6.528). Mit 7.936 Menschen traten etwas mehr als im Vorjahr aus der Kirche aus (2023: 7.787). Auch die Zahl der Taufen und Eintritte nahm in der pfälzischen Landeskirche leicht zu. Im vergangenen Jahr wurden 3.643 Menschen getauft (2023: 3.602) und 425 Menschen traten in die Kirche ein (2023: 416).

Allen 20 evangelischen Landeskirchen gehörten Ende vergangenen Jahres nach Angaben der EKD 17, 98 Millionen Mitglieder an gegenüber 18,6 Millionen Mitglieder ein Jahr zuvor. Der Mitgliederverlust mit 3,2 Prozent ist damit ähnlich hoch wie im Vorjahr (minus 3,1 Prozent). Bundesweit nahm die Zahl der Austritte wie der Taufen und Eintritte ab. 354.000 Menschen verließen eine evangelische Kirche (2023: 380.000) und 335.000 Mitglieder starben (2023: 340.000). Demgegenüber gab es 110.000 Taufen (2023: 136.000) und 15.000 Eintritte (2023: 20.000). Kirchliche Bindung verstärke das Potenzial, dass Menschen sich überhaupt zivilgesellschaftlich engagierten, betonte die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs. Darauf sei die demokratische Gesellschaft mehr und mehr angewiesen.