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Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ist 2009 aus dem Zusammenschluss der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen hervorgegangen.

Die EKM zählte im Jahr 2022 rund 615.000 Mitglieder in mehr als 3.100 Kirchengemeinden und 37 Kirchenkreisen. In ihnen leisten 875 Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Dienst für die Gemeinden. Hierbei werden sie von 33.757 Ehrenamtlichen unterstützt.

Eine Besonderheit ist der Reichtum an Kirchenbauten in der Landeskirche. 3.890 Gotteshäuser und damit rund 20 Prozent aller evangelischen Kirchen in Deutschland stehen im Gebiet der EKM.

Geleitet wird die EKM von der Landessynode mit 84 Mitgliedern, dem 22-köpfigen Landeskirchenrat sowie vom 2019 gewählten Landesbischof Friedrich Kramer mit Sitz in Magdeburg und dem Kollegium des Landeskirchenamtes in Erfurt. Die Mitglieder der Synode werden auf sechs Jahre gewählt beziehungsweise berufen oder gehören ihr von Amts wegen an.

Das Kirchenparlament tritt in der Regel zweimal im Jahr zu einer mehrtägigen Sitzung zusammen. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Kirchen-Gesetzgebung, die Verabschiedung des Haushaltes sowie die Wahl des Bischofs und der Regionalbischöfe und Dezernenten.