Hamburg. Die Kunst der Pueblo-Gemeinschaften und die Arbeit des Kunst- und Kulturwissenschaftlers Aby Warburg stehen im Fokus der neuen Ausstellung „Blitzsymbol und Schlangentanz“ des Museums am Rothenbaum (MARKK). Die gezeigte Sammlung stammt größtenteils vom Hamburger Aby Warburg, der die Stücke Ende des 19. Jahrhunderts von einer Reise in den Südwesten der USA mitbrachte. Ergänzt wird die Ausstellung mit den Werken zeitgenössischer Pueblo-Künstler und Originaldokumenten aus dem Warburg Institute London. Die Ausstellung ist bis zum 8. Januar 2023 im MARKK zu sehen.
Der Bankierssohn Warburg gilt als Begründer der modernen, kulturwissenschaftlich orientierten Kunstgeschichte. „Als er 1895 in den Südwesten der USA aufbrach, wusste er noch nicht, dass sie eines der wegweisenden Ereignisse der Wissenschaftsgeschichte seines Faches werden sollte“, sagte Uwe Fleckner, Co-Kurator der Ausstellung und Professor am kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg. Warburg habe bei seiner Betrachtung der Symbolik der Pueblo-Kultur die Grenzen seines Faches überschritten und sei mit seinem Kulturvergleich und der transkulturellen Herangehensweise immer noch aktuell.

