Nora Steen, Bischöfin im evangelischen Nordkirchen-Sprengel Schleswig und Holstein, hat in ihrer Weihnachtsbotschaft dafür geworben, für die unverbrüchliche Würde jedes einzelnen Menschen einzutreten. „Weihnachten ist das Fest, das die in den Mittelpunkt stellt, die sich in schweren Lebenssituationen befinden. Unser Mitgefühl und Gebet gehören darum besonders den Opfern des Anschlags und ihren Familien in Magdeburg“, sagte Steen nach Information der Nordkirche. „Und bei uns vor Ort heißt das: Für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist es gerade jetzt wichtig, einander nicht allein zu lassen. Menschlich bleiben können wir nur miteinander!“
Auch in Schleswig-Holstein fühlten sich immer mehr Menschen einsam, sagte die Bischöfin. Das seien nicht nur die älteren, auch viele Jugendliche und junge Erwachsene seien betroffen. „Einsamkeit ist ein stilles Leiden, das meist gar nicht auf den ersten Blick sichtbar ist.“ Umso wichtiger sei es, gerade an Weihnachten „auch einen zweiten Blick zu wagen auf die Menschen um uns herum. Die Nachbarin, den Freund, die Mutter“. Dazu gehörten aber auch diejenigen, „die nicht freiwillig zu uns nach Deutschland gekommen sind“. Auch jenen gegenüber menschlich zu bleiben, die Schutz brauchen, gehöre zum christlichen Selbstverständnis.