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Ausstellung zeigt Geschichte der Täuferbewegung

Eine Wanderausstellung zum 500-jährigen Jubiläum der Täuferbewegung ist am Freitag in Magdeburg eröffnet worden. Die Schau „Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung 1525-2025“ in der evangelisch-freikirchlichen Christus-Gemeinde erinnert an die Entstehung der Täuferbewegung während der Reformation vor 500 Jahren. Sie stehe für Glaubensfreiheit, Taufverständnis und Gemeinschaft, teilte die Gemeinde in Magdeburg mit.

Die Magdeburger Bürgermeisterin Regina-Dolores Stieler-Hinz (parteilos) sagte bei der Eröffnung laut Redemanuskript, die Ausstellung zeige wichtige Biografien aus der Geschichte der Täuferbewegung. Einzelne Personen hätten als Vorbilder ganze Gemeinden geformt. „Ihr Selbstverständnis und ihre Zugehörigkeit werden heute noch durch diese Geschichten geprägt“, betonte die Bürgermeisterin. Durch Reformatoren wie Martin Luther (1483-1546) oder Nikolaus von Amsdorf (1483-1565), die in Magdeburg wirkten, sei die Stadt für immer mit der Reformation als historischem Ereignis und als großem gesellschaftlichen Aufbruch in Europa verbunden.

Nach Angaben der Gemeinde zeigt die Ausstellung die Geschichte der Täuferbewegung anhand von zehn historischen Personen. Sie ist ab Montag bis zum 5. April zu sehen.

Die Täuferbewegung entstand ab 1525 als radikaler Zweig der reformatorischen Bewegung. Ein besonderes Kennzeichen war die Erwachsenentaufe, auch Glaubenstaufe genannt. Die Täufer setzten sich für radikalere soziale Reformen im Christentum ein als etwa Luther. Nachfahren der Täuferbewegung sind heute insbesondere die Mennoniten.