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Weißer Ring fordert schnellere Bearbeitung von Opferanträgen

Der „Weiße Ring Thüringen“ fordert mehr Kulanz von den Landesbehörden bei der Bearbeitung von Entschädigungsanträgen Kriminalitätsbetroffener. Eine Gesetzesänderung von 2024 ermögliche schnellere und weniger bürokratische Verfahren, erklärte die Landesvorsitzende der Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer, Marion Walsmann, am Samstag in Teistungenburg. Thüringen gehöre dennoch weiter zu den Bundesländern mit der prozentual höchsten Ablehnungsquote solcher Anträge.

Walsmann betonte zugleich, es würden mehr ehrenamtliche Leiter von Außenstellen der Hilfsorganisation in Thüringen benötigt. Zwar engagierten sich derzeit rund 100 ehrenamtliche Berater im Weißen Ring. In fünf Außenstellen finde sich jedoch niemand, der die Leitung übernehmen wolle.

Landtagspräsident Thadäus König (CDU) würdigte in einem Grußwort anlässlich der Jahrestagung des Landesverbands die Arbeit der Ehrenamtlichen als wichtigen Eckpfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Der Weiße Ring sei für Menschen in Not und in schwierigen Situationen da, betonte er. Wie mit ihnen umgegangen wird und wie sie geschützt werden, zeige, wie stark die Demokratie sei. Der Weiße Ring begleitet Opfer von Gewalt in Thüringen seit fast 33 Jahren. Die Organisation bietet Betroffenen Hilfe an, um Tatfolgen besser zu bewältigen.