Der „Weiße Ring Thüringen“ fordert mehr Kulanz von den Landesbehörden bei der Bearbeitung von Entschädigungsanträgen Kriminalitätsbetroffener. Eine Gesetzesänderung von 2024 ermögliche schnellere und weniger bürokratische Verfahren, erklärte die Landesvorsitzende der Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer, Marion Walsmann, am Samstag in Teistungenburg. Thüringen gehöre dennoch weiter zu den Bundesländern mit der prozentual höchsten Ablehnungsquote solcher Anträge.
Walsmann betonte zugleich, es würden mehr ehrenamtliche Leiter von Außenstellen der Hilfsorganisation in Thüringen benötigt. Zwar engagierten sich derzeit rund 100 ehrenamtliche Berater im Weißen Ring. In fünf Außenstellen finde sich jedoch niemand, der die Leitung übernehmen wolle.