Der Flug ging von Düsseldorf nach Doha, weiter nach Auckland und dann auf die Cookinseln. 24 Stunden Flugzeit. Angelika Waldheuer war im vergangenen Jahr auf den Inseln, wo der diesjährige Weltgebetstag vorbereitet wurde. Eine abenteuerliche Reise, bei der sie das Leben auf den Inseln etwas kennenlernen konnte.
„Die Frauenhilfe organisiert jedes Jahr eine Reise in das nächste Land, das den Weltgebetstag ausrichtet“, erklärt Waldheuer, die Vorsitzende der westfälischen Frauenhilfe ist. Seit einigen Jahren schon fährt sie immer mit. 2023 ging es nach Israel und Palästina, davor war sie in Slowenien. „Im nächsten Jahr ist Nigeria dran, dahin wird keine Reise angeboten“, sagt Angelika Waldheuer. „Zu gefährlich.“
Cookinseln: Wunderschön, aber viele Schwierigkeiten
Seit 2006 engagiert sich die frühere Erzieherin und Steuerfachangestellte in der Frauenhilfe. Dort wurde sie auf den Weltgebetstag aufmerksam, seither ist sie immer wieder dabei. „Diese Unterschiedlichkeit, das Leben der Frauen, das im Mittelpunkt dabei steht, das fasziniert mich einfach immer wieder“, betont sie. Gerade die Cookinseln seien sehr besonders gewesen. „Wir waren im Juni dort, das ist deren Winter. Da blüht bei 26 Grad der Hibiskus und man bekommt die ganzen tollen Früchte“, schwärmt sie. Es sei faszinierend, das Land zu entdecken, die Schönheit zu erleben, aber auch von den Schwierigkeiten zu hören. Wenn man die 14 Inseln zusammenzähle, dann seien sie nicht größer als Bielefeld, erklärt Waldheuer. Auf den Reisen lerne man sehr viel über das jeweilige Land. „Da kann man hinterher viel darüber erzählen.“ Und das macht Angelika Waldheuer. In der Vorbereitung zum Weltgebetstag organisiere die Frauenhilfe im Februar immer ein Treffen. Dieses Mal hat sie über die Inseln berichtet und viele Fragen beantwortet.In ihrer Gemeinde, der Friedenskirchengemende in Münster, wird der Weltgebetstag ökumenisch gefeiert. Es gibt drei katholische Gemeinden und eine evangelische. Der Ort, an dem gefeiert wird, wechselt. „Eine Gruppe bereitet immer vor und lädt dann die anderen ein“, so Waldheuer. Der Gottesdienst wird am Nachmittag gemeinsam gefeiert, danach gibt es ein Beisammensein mit Spezialitäten aus dem Land in den Gemeinden.Vor ihrer Arbeit für die Frauenhilfe habe sie kaum Notiz vom Weltgebetstag genommen, gesteht Waldheuer. „Aber seitdem ich ihn für mich entdeckt habt, ist er ein wichtiger Punkt. Das ist für mich ein fester Termin im Kalender.“Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
