Für das Städel Museum war es “die erfolgreichste Ausstellung der vergangenen fünf Jahre”. Genau 150.193 Besucher sahen “Rembrandts Amsterdam” über das goldene Zeitalter der Niederlande – und seine Schattenseiten.
Mehr als 150.000 Kunstinteressierte haben die Frankfurter Ausstellung über “Rembrandts Amsterdam” besucht. Die am Sonntag zu Ende gegangene Schau sei die erfolgreichste Ausstellung des Städel Museums der vergangenen fünf Jahre, teilte das Museum am Montag mit. Seit 27. November 2024 wurde dort in Kooperation mit dem Amsterdam Museum Kunst aus der Zeit Rembrandts (1606-1669) präsentiert.
Rund 100 Gemälde, Skulpturen und Druckgrafiken sowie kulturhistorische Objekte wurden in Frankfurt gezeigt. Zu sehen waren beispielsweise großformatige Gruppenporträts von Rembrandt van Rijn, Jacob Backer, Ferdinand Bol, Govert Flinck, Bartholomeus van der Helst und Nicolaes Eliasz. Diese Künstler setzten vor allem die großstädtische Elite Amsterdams aufwendig in Szene.
Die Macher der Ausstellung “Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten?” wollten traditionelle Vorstellungen vom 17. Jahrhundert als goldenes Zeitalter der Niederlande hinterfragen. “Die wirtschaftliche und kulturelle Blüte der Rembrandt-Zeit beruhte auch auf einer aggressiven Handelspolitik der Vereinigten Niederlande, deren Grundlage der Aufbau von Kolonien in Asien und Südamerika sowie die Versklavung und Ausbeutung von Menschen war”, hieß es.
Die Exponate stammten aus niederländischen und internationalen Museen. Darunter waren Meisterwerke aus dem Rijksmuseum in Amsterdam, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Koninklijk Museum voor Schone Kunsten in Antwerpen oder dem Muzeum Narodowe in Warschau. Präsentiert wurden auch Werke Rembrandts und seiner Zeitgenossen aus der Sammlung des Städel Museums.
Zu den meistbesuchten Ausstellungen der vergangenen fünf Jahre im Städel zählt einen weitere Schau zu dem bedeutendsten niederländischen Künstler des Barock: “Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam” hatte rund 124.500 Besucher. Und die Schau “Renoir. Rococo Revival. Der Impressionismus und die französische Kunst des 18. Jahrhunderts” zog rund 139.500 Interessierte an.