Brandenburgs zentrale Ausländerbehörde hat im vergangenen Jahr 6.089 geflüchtete Menschen registriert. Dies sei ein Rückgang um rund ein Viertel im Vergleich zu 2024, teilte das Innenministerium am Mittwoch in Potsdam mit. Hauptherkunftsländer seien 2025 insbesondere die Ukraine, Afghanistan, Syrien, Russland und die Türkei gewesen. Zugleich sei die Zahl der freiwilligen Ausreisen deutlich gestiegen.
2025 seien 1.090 freiwillige Ausreisen erfasst worden, im Vorjahr seien es 722 gewesen, hieß es. Von Januar bis Dezember 2025 habe es zudem 185 Abschiebungen und sogenannte Dublin-Überstellungen in andere EU-Länder gegeben. 2024 seien es 233 Fälle gewesen.
Die Landkreise und kreisfreien Städte haben den Angaben zufolge 2025 insgesamt 6.848 Geflüchtete aufgenommen. Der Unterschied der in einem Kalenderjahr registrierten und auf die Kommunen verteilten Personen ergebe sich unter anderem aus der unterschiedlichen Verweildauer je nach Bleibeperspektive, hieß es. 2026 werde mit der Aufnahme von rund 7.100 Geflüchteten in den Kommunen gerechnet. Die Landkreise und kreisfreien Städte seien darüber am Mittwoch informiert worden.
Innenminister René Wilke (SPD) erklärte, der Anstieg der freiwilligen Ausreisen sei ein Erfolg. Diese seien „zweifelsohne der humanere und kostengünstigere Weg, unberechtigte Aufenthalte in Brandenburg zu beenden“. Hintergrund des neuen Aufnahmesolls für die Kommunen seien vor allem die Flüchtlingszahlen aus der Ukraine. „Insbesondere im Winter flüchten viele Menschen aus der Ukraine vor dem barbarischen Kriegsterror Russlands“, betonte Wilke.