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Standorte für Yad Vashem Außenstelle in NRW eingegrenzt

Die in Jerusalem befindliche Gedenkstätte Yad Vashem hat ihre Standortwahl für eine deutsche Außenstelle eingegrenzt. In Nordrhein-Westfalen werden die Städte Köln und Düsseldorf für ein Bildungszentrum mit Gedenkstätte weiter als mögliche Orte gehandelt, Dortmund und Essen hingegen sind ausgeschieden, wie die nordrhein-westfälische Staatskanzlei am Dienstag Berichte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und des „Kölner Stadt-Anzeigers“ bestätigte. Yad Vashem ist die Bezeichnung der staatlichen israelischen Gedenkstätte des Holocausts. Für eine Außenstelle in Deutschland werden weiterhin Standorte in den drei Bewerberländern NRW, Bayern und Sachsen in den Blick genommen.

Staatskanzleichef Nathanael Liminski (CDU) erklärte am Dienstag, die Leitung von Yad Vashem habe ihn darüber informiert, dass das Verfahren mit NRW „in die nächste Phase überführt wird“. Yad Vashem habe entschieden, die weiteren Gespräche mit NRW auf die zwei Standorte zu konzentrieren: „Köln blickt auf 1.700 Jahre jüdisches Leben in seiner Stadtgeschichte zurück und leitet daraus in seiner Bewerbung sehr glaubwürdig einen Auftrag für das Gedenken und die Bildung zum Holocaust ab“, zitieren die Zeitungen aus dem Schreiben des Ministers. „Düsseldorf engagiert sich seit vielen Jahren in ganz herausragender Weise im Bereich der Erinnerungskultur und hat mit seiner vielfältigen Bewerbung überzeugen können.“

Das geplante Yad Vashem-Bildungszentrum wäre der erste Ableger der Jerusalemer Gedenkstätte außerhalb Israels. Der Vorstandsvorsitzende der Gedenkstätte, Dani Dayan, sagte Anfang Januar, 2027 könnte ein realistischer Zeitpunkt zur Eröffnung der Außenstelle der israelischen Holocaust-Gedenkstätte in Deutschland
sein. (0176/20.01.2026)