Der syrische Übergangspräsident wird in Deutschland erwartet. Dabei soll es auch um Rückführung von Syrern gehen. Mit Blick auf Gewalttaten in Aleppo warnen die Grünen davor, ihm den roten Teppich auszurollen.
Der menschenrechtspolitische Sprecher der Grünen, Max Lucks, hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa wieder auszuladen. Mit Blick auf Gewaltexzesse gegen Kurden, Drusen und Alawiten in Aleppo dürfe ihm in Berlin nicht der rote Teppich ausgerollt werden, sagte Lucks der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch in Berlin. Der syrische Übergangspräsident wird am Montag in Berlin erwartet.
Die Bundesregierung müsse deutlich machen, dass es keine Option für Syrien sei, jedes Mal neue ethnische und religiöse Gruppen zur Zielscheibe zu machen, so Lucks. Die Zeiten, in denen Waffen sprächen, müssten auch in Syrien vorbei sein.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte al-Scharaa im November eingeladen. Anfang der Woche hatten sich Truppen der Übergangsregierung und kurdische Kämpfer in Aleppo Gefechte geliefert. Tausende Zivilisten sind auf der Flucht.