Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, hat den verstorbenen ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler für seinen Einsatz für Gerechtigkeit und Nächstenliebe gewürdigt. Er sei ein Politiker und Mensch „mit weitem Herzen und klugem Verstand“ gewesen, sagte Fehrs am Sonnabend in Hannover.
Köhler habe sich für den Zusammenhalt in der deutschen Gesellschaft eingesetzt. Zudem habe er „mit unbestechlichem Gerechtigkeitssinn“ die Überwindung von Armut und Unterentwicklung in Afrika angemahnt, sagte die Hamburger Bischöfin.
Köhler sei überzeugt gewesen, dass Wohlstand nur dann möglich sei, wenn es auch der weltweiten Gemeinschaft gut gehe. „Der christliche Wert der Nächstenliebe war für ihn dabei im persönlichen, wie im politischen Handeln eine klare Leitplanke“, betonte Fehrs. Für sein Engagement für Afrika habe der Rat der EKD ihm und seiner Frau 2015 die Martin-Luther-Medaille verliehen.