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Anzahl der Reportagen aus Ostdeutschland in “Tagesthemen” gestiegen

Die Anzahl der „Mittendrin“-Reportagen aus den ostdeutschen Bundesländern ist im Jahr 2025 in den ARD-„Tagesthemen“ weiter angestiegen. Mit insgesamt 62 Beiträgen aus Ostdeutschland habe es einen neuen Höchststand gegeben, teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Anfrage in Hamburg mit. Beim NDR ist ARD-aktuell angesiedelt, wo unter anderem die „Tagesthemen“ und die „Tagesschau“ produziert werden.

Der Anteil der ostdeutschen „Mittendrin“-Geschichten habe im vergangenen Jahr bei 42 Prozent gelegen, hieß es weiter. Mit 14 Beiträgen habe es die meisten aus Brandenburg gegeben, gefolgt von Thüringen und Sachsen mit je zwölf sowie Sachsen-Anhalt mit elf. 2024 hatte es mit 60 „Mittendrin“-Reportagen aus den ostdeutschen Bundesländern den bisherigen Rekordwert gegeben (Anteil: 39 Prozent).

Bei den „Tagesthemen“ wurde 2020 die Rubrik eingeführt, in der es um Menschen und Themen aus den Regionen geht. Die Beiträge sind rund vier Minuten lang. Seit dem Start der „Mittendrin“-Reportagen nähmen darin die ostdeutschen Bundesländer „eine herausgehobene Stellung“ ein, hieß es.

Insgesamt gab es nach NDR-Angaben im vergangenen Jahr 147 „Mittendrin“-Reportagen. Das waren sechs weniger als 2024. Wegen verkürzter „Tagesthemen“-Ausgaben aufgrund von Übertragungen von der Frauenfußball-Weltmeisterschaft und fest eingeplanter Serien in den „Tagesthemen“ zur Bundestagswahl habe die Anzahl 2025 knapp unter dem Wert des Vorjahres gelegen. 2023 war mit 160 Beiträgen der bisherige Höchstwert erreicht worden.

In diesem Jahr wolle man in der „Mittendrin“-Rubrik unter anderem Themen in den Fokus rücken, die auch jüngere Zielgruppen ansprechen, teilte der NDR mit. Außerdem gehe es darum, mit den Reportagen „noch häufiger die Lebenswirklichkeit von Menschen in ländlichen Regionen“ abzubilden.