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Michael Blumenthal feiert 100. Geburtstag als Berliner Ehrenbürger

Berlin ehrt Michael Blumenthal zum 100. Geburtstag. Der frühere US-Finanzminister und Direktor des Jüdischen Museums prägte die Stadt und stärkte das deutsch-jüdische Miteinander.

Michael Blumenthal prägte das Jüdische Museum Berlin (Archivbild)
Michael Blumenthal prägte das Jüdische Museum Berlin (Archivbild)Imago / Photopress Müller

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat den früheren Direktor des Jüdischen Museums Berlin und ehemaligen US-Finanzminister W. Michael Blumenthal als engen und guten Freund der Stadt gewürdigt. Anlass ist dessen 100. Geburtstag. Mit seinem Lebensweg und seinem Wirken sei Blumenthal ein herausragender Botschafter Berlins, erklärte Wegner. Unter seiner Führung sei das Jüdische Museum zu einer der bedeutendsten Kultureinrichtungen der Stadt und zu einem Leuchtturm jüdischen Lebens in Deutschland geworden.

Blumenthal: Von der Flucht nach China zur US-Emigration

Blumenthal wurde am 3. Januar 1926 in Oranienburg geboren. Die jüdische Familie floh 1939 von Berlin aus vor dem NS-Regime nach China. 1947 emigrierte Michael Blumenthal in die USA und wurde dort unter anderem Wirtschaftsprofessor, Manager und Politiker. Von 1977 bis 1979 war er US-Finanzminister unter US-Präsident Jimmy Carter (1924-2024). Von 1997 bis zum Herbst 2014 war Blumenthal Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin. 2015 erhielt er die Berliner Ehrenbürgerwürde.

Wegner hatte bereits am 1. Dezember vergangenen Jahres zu Ehren des Jubilars im Roten Rathaus ein Essen gegeben. Damals würdigte er Blumenthal als einen Menschen, der sich in „herausragender Weise“ um Berlin und die deutsch-jüdischen Beziehungen verdient gemacht habe.