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Ukraine-Krieg: Christliche Gemeinschaft erinnert an Entbehrungen

Vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Krieges ruft die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zu Gebeten für Frieden auf. Kirchen sollen Hoffnung stärken und Solidarität zeigen.

Millionen Ukrainer kämpfen im Winter mit Kälte und Not. Kirchen rufen zu Mitgefühl und engagiertem Frieden auf
Millionen Ukrainer kämpfen im Winter mit Kälte und Not. Kirchen rufen zu Mitgefühl und engagiertem Frieden aufImago / Ukrinform

Vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Krieges hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) an das anhaltende Leid der Ukrainerinnen und Ukrainer erinnert und zugleich die Verantwortung der Kirchen betont, die Hoffnung auf Frieden wachzuhalten. Zum Jahrestag des russischen Angriffs am 24. Februar rief die ACK ihre Mitgliedskirchen zu einem gemeinsamen Friedensgebet auf, wie sie in Frankfurt am Main mitteilte.

Der Vorsitzende der ACK, Christopher Easthill, bezeichnete den 24. Februar als „tieftraurigen Jahrestag“. Man stehe solidarisch an der Seite der ukrainischen Kirchen und des ukrainischen Volkes. Nach vier Jahren Tod und Leid sei das Gebet für Frieden selbstverständlich. Zugleich müsse das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine gewahrt bleiben, die russische Aggression dürfe nicht belohnt werden.

Ukraine-Krieg verschärft humanitäre Not im Winter

Die Lage in der Ukraine ist angespannt. Gefechte vor allem im Osten des Landes halten an. Zugleich verschärfen wiederholte russische Angriffe auf Energieinfrastruktur und zivile Ziele die humanitäre Lage, weshalb in den Wintermonaten Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer mit Stromausfällen und mangelnder Versorgungslage zu kämpfen haben.

Der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, zeigte sich dankbar für die Unterstützung für viele Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland. Es sei weitgehend gelungen, sich „nicht von dem abscheulichen Krieg anstecken zu lassen“.

Krieg vertieft Spaltung der orthodoxen Kirchen in Ukraine

Augoustinos sagte, für die orthodoxe Kirche sei der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine eine „nie dagewesene Misere“. Der Krieg hat die orthodoxe Kirche in der Ukraine tief gespalten. Die ohnehin angespannte Beziehung zwischen der unabhängigen Orthodoxen Kirche der Ukraine und der mit Moskau verbundenen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche ist politisch aufgeladen. Zugleich stehen orthodoxe Gläubige unter starkem gesellschaftlichem Druck, sich vom Moskauer Patriarchat zu distanzieren, weil dieses den Krieg offen unterstützt.