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Speyerer Bischof: An Weihnachten wendet sich Gott Ausgegrenzten zu

Aufstehen gegen Nationalismus und echte Anteilnahme für Leidende: Das ist für Bischof Karl-Heinz Wiesemann ein Kern der Weihnachtsbotschaft. Ein Weg aus den “Gewaltspiralen unserer Zeit” sei möglich.

Die christliche Weihnachtsbotschaft ist für den Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann ein Aufruf zu Anteilnahme und Mitgefühl. Dass die Hirten in Bethlehem, die damals im sozialen Gefüge ganz unten standen, die ersten Zeugen der Geburt Jesu wurden, sei ein Zeichen der Solidarität Gottes mit allen, die auch heute an den Rändern der Gesellschaft leben, betonte Wiesemann in seiner Weihnachtsbotschaft.

Weihnachten rufe dazu auf, das, was täglich an Unrecht und Unfrieden geschieht, wirklich an sich heranzulassen, betonte der Bischof. Weihnachten sei ein drängender Appell, für Menschenwürde, für Frieden und Gerechtigkeit einzustehen und “allen Mächten zu widerstehen, die unsere politische Kultur vergiften und die Gesellschaft spalten”.

Christliche Hoffnung sei es, dass mit der Geburt Jesu, mit der Menschwerdung Gottes ein neuer Anfang möglich wird, der aus den Gewaltspiralen herausweist, sagte Wiesemann. “Gottes universaler Heilswille überschreitet alle nationalistischen und wirtschaftlichen Abgrenzungen und stellt das verbindend Menschliche in den Mittelpunkt.”