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Nur noch Köln und Düsseldorf im Rennen um Yad-Vashem-Außenstelle

Im Ringen um eine deutsche Außenstelle der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bleiben in NRW nur noch Köln und Düsseldorf im Rennen. Zwei Städte sind aus dem Verfahren ausgeschieden.

Im Wettbewerb um eine deutsche Außenstelle der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sind in Nordrhein-Westfalen nur noch Köln und Düsseldorf im Rennen. Die Städte Essen und Dortmund fielen aus dem Verfahren, wie aus einem Schreiben des Chefs der Düsseldorfer Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU), an die Oberbürgermeister der vier Städte hervorgeht, das der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt.

Demnach habe die Leitung von Yad Vashem das Auswahlverfahren mit Nordrhein-Westfalen in eine nächste Phase überführt. Weiterhin würden Standorte in allen drei Bewerberländern – neben NRW auch Bayern und Sachsen – geprüft. Innerhalb NRWs konzentrierten sich die Gespräche nun aber auf Köln und Düsseldorf.

Köln verweise in seiner Bewerbung auf 1.700 Jahre jüdisches Leben in der Stadt und leite daraus einen glaubwürdigen Bildungs- und Gedenkauftrag ab, heißt es in dem Schreiben. Düsseldorf wiederum engagiere sich seit vielen Jahren in besonderer Weise in der Erinnerungskultur und habe mit einer vielfältigen Bewerbung überzeugt. Die weiteren Schritte des Verfahrens sollen laut Liminski eng mit der Staatskanzlei abgestimmt werden.

Geplant ist ein Bildungszentrum als weltweit erster Ableger der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem außerhalb Israels. Das sogenannte Yad Vashem Education Center soll unter anderem Seminare für Schulklassen, Lehrkräfte und Polizeibeamte anbieten sowie die Holocaustforschung unterstützen. Über das Schreiben von Liminski hatte zuerst die “Rheinische Post” berichtet.