Kirchliche Hilfsorganisationen fordern von der Bundesregierung nach dem Aus der US-Entwicklungsbehörde USAID mehr Geld, um „katastrophale Versorgungslücken“ weltweit zu schließen. Das Ende von USAID hätte eine Chance für die Weltgemeinschaft sein können, die Reihen zu schließen, sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“, Dagmar Pruin, der Rheinischen Post. Diese Chance sei bisher vertan worden. Die Bundesregierung dürfe diesem Kollaps jedoch nicht weiter tatenlos zusehen und müsse die Mittel für globale Gesundheit deutlich aufstocken, mahnte Pruin.
Fehlende Milliarden gefährden globale Gesundheit
Der Leiter des katholischen Hilfswerks Caritas international, Oliver Müller, betonte, dass errungene Erfolge in der weltweiten Gesundheitsversorgung der vergangenen Jahre mit dem „Kahlschlag der Hilfen von USAID und der weltweiten Kürzungsorgie vieler Staaten“ ernsthaft gefährdet seien. Er warnte vor langfristigen Folgen, denn sowohl für Forschung und Impfprogramme als auch für die Gesundheitsversorgung fehlten Milliarden. Bereits jetzt sei erkennbar, dass Erkrankungen wie Malaria, Masern, Polio und HIV wieder deutlich zulegten, auch weil Aufklärungskampagnen wegfielen.
