An mehr als 80 Orten in Deutschland wird vom 6. bis 9. August den Opfern der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gedacht. Das teilten die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), die ökumenische Aktion "Ohne Rüstung Leben" sowie der Verein "Ärzte in sozialer Verantwortung" gemeinsam in Stuttgart mit.
Auch 78 Jahre nach den beiden Atombombenabwürfen auf japanische Städte gebe es weltweit mehr als 12.000 Atomsprengköpfe, rund 2.000 Atomwaffen befänden sich derzeit in höchster Einsatzbereitschaft. "Sie können die Welt binnen Minuten in ein Armageddon verwandeln", so Paul Russmann, Beirat der ökumenischen Aktion. In der Bibel wird Armageddon als Ort einer endzeitlichen Entscheidungsschlacht beschrieben (Offenbarung des Johannes, Kapitel 16, Vers 16). Zudem wäre eine nukleare Eskalation des Ukraine-Krieges "sei es durch einen Unfall, eine Fehleinschätzung oder durch militärisches Kalkül" ein schreckliches Risiko für die ganze Menschheit, so Russmann.

