Nach fast 20-jähriger Bauzeit wird der umstrittene Moschee-Neubau in Erfurt am 14. Februar eröffnet. Das teilte die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde mit. Am 15. Februar öffnet die Mahmud-Moschee von 10 bis 18 Uhr ihre Türen für die breite Öffentlichkeit im Rahmen des “Tags der offenen Moschee”.
Erste Moschee Ostdeutschlands außerhalb von Berlin
Das islamische Gotteshaus mit einem zehn Meter hohen Zierminarett ist der erste Moschee-Neubau in Ostdeutschland außerhalb von Berlin. Der Grundstein war 2018 gelegt worden. Ende vergangenen Jahres wurde das Gebäude fertiggestellt. Es liegt am Rand von Erfurt in einem Gewerbegebiet.
Islamfeindliche Proteste seit 2016
Seit der Ankündigung des Bauvorhabens 2016 hatte es immer wieder teils massive islamfeindliche Proteste gegeben. Moschee-Gegner errichteten meterhohe Protest-Kreuze und spießten im Sommer 2017 Schweinekadaver auf dem Gelände auf. Die christlichen Kirchen unterstützten das Bauvorhaben. Der Bau, zu dem neben Gebetsräumen auch eine Wohnung für den Imam gehört, wurde ausschließlich aus Spenden finanziert.
Die Ahmadiyya-Gemeinschaft versteht sich als weltweite islamische Reformbewegung, wird aber von vielen anderen muslimischen Strömungen nicht anerkannt und teils verfolgt. Bundesweit hat sie nach eigenen Angaben etwa 50.000 Mitglieder und unterhält mehr als 60 Moscheen.
