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EKD-Ratsvorsitzende Fehrs kommt zu Bremer Demokratie-Symposium

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, wird zum diesjährigen Heinrich-Albertz-Symposium in Bremen erwartet. Sie äußert sich nach Angaben der Organisatoren am 21. Januar ab 18 Uhr in der Kulturkirche St. Stephani zu der Frage, wie man in einer gestressten Demokratie stark bleiben kann. Ihr Vortrag steht unter dem Titel „Frei, mutig, gelassen“.

Die Hamburger Bischöfin will darüber reden, was in Zeiten extremistischer Bedrohungen der Demokratie „mutige Widerstandskraft und Gelassenheit schenkt, für Freiheit und die Stärkung unserer Demokratie einzustehen“, wie die Bremische Evangelische Kirche mitteilte. So frage sie danach, wie sich eine demokratische, unaufgeregte und an Sachargumenten und Fakten orientierte Diskussionskultur und der freie Meinungsaustausch angesichts des aufgeheizten gesellschaftlichen Klimas erhalten und stärken lassen.

Veranstalter des siebten Heinrich-Albertz-Symposiums sind neben der Arbeiterwohlfahrt die Bremische Evangelische Kirche und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Seit 2019 greift der öffentliche Abend jährlich im Januar ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema auf. Zu Gast waren bisher unter anderen der SPD-Politiker Kurt Beck, ZDF-Intendant Thomas Bellut, Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner und Antje Boetius, Polar- und Tiefseeforscherin.

Namensgeber des Symposiums ist Heinrich Albertz (1915-1993). Der evangelische Theologe und SPD-Politiker war als Nachfolger von Willy Brandt Regierender Bürgermeister von Berlin. Er zählte zu den Vordenkern der Friedensbewegung. Zwischen 1949 und 1965 war Albertz Bundesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt. 1986 verließ er Berlin und zog mit seiner Ehefrau in ein Haus der Bremer Heimstiftung, wo er am 18. Mai 1993 starb.