Zur Evangelischen Kirche im Rheinland gehören aktuell gut 2,05 Millionen Mitglieder, rund 68.500 weniger als vor einem Jahr. Sie ist damit die zweitgrößte der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Gegliedert ist sie in 527 Kirchengemeinden, die in 34 Kirchenkreisen zusammengeschlossen sind. Durch Fusionen war diese Zahl in den vergangenen Jahren stetig gesunken.
Die meisten Mitglieder der rheinischen Kirche leben in Nordrhein-Westfalen (77,5 Prozent), gefolgt von Rheinland-Pfalz (14,2 Prozent), dem Saarland (5,4 Prozent) und Hessen (2,9 Prozent).
Mit knapp 63 Prozent war der Großteil der Kirchenmitglieder zum Stichtag 1. Januar 2025 älter als 40 Jahre. Junge Menschen unter 20 Jahren waren mit gut 14 Prozent deutlich weniger vertreten. Knapp 23 Prozent waren zwischen 20 und 40 Jahre alt. Mit 55,6 Prozent war etwas mehr als die Hälfte der Mitglieder weiblich.
Die Zahl der kirchlichen Amtshandlungen nahm laut den aktuellsten Zahlen aus dem Jahr 2024 in allen Bereichen ab: Knapp 12.800 Menschen wurden getauft (2023: 14.690), rund 13.000 konfirmiert und 24.960 bestattet, 2.130 Paare ließen sich trauen. Insgesamt 41.620 Kirchenaustritten standen 3.180 Eintritte gegenüber.
Für die zweitgrößte Landeskirche in Deutschland arbeiteten im vergangenen Jahr 1.356 Theologinnen und Theologen im Pfarrdienst. 71 junge Menschen absolvierten ein Vikariat und 54 ein Theologiestudium. Von den insgesamt knapp 1.650 Pfarrstellen war jede vierte nicht besetzt. Im weiteren kirchlichen Dienst waren 19.200 Menschen beschäftigt. Die Zahl der Ehrenamtlichen in Kirchengemeinden lag 2024 bei 87.600 Menschen.