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Weiter großes Interesse an Brandenburgs KZ-Gedenkstätten

Die NS-Gedenkstätten in Brandenburg haben im vergangenen Jahr wieder mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher verzeichnet. In der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg hätten die Zahlen 2024 und 2025 jeweils bei rund 500.000 gelegen, sagte ein Sprecher der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Oranienburg. In der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück seien im vergangenen Jahr rund 74.000 Interessierte gezählt worden, etwa 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Zahl antisemitischer, israelfeindlicher und ähnlicher Vorfälle habe sich kaum verändert, hieß es. In der Gedenkstätte Sachsenhausen und ihrem Umfeld seien 2025 insgesamt 48 Vorfälle registriert worden. Darunter seien 23 sogenannte Feedback-Postkarten mit antisemitischen, israelfeindlichen oder rechtsextremen Inhalten gewesen.

Die übrigen 25 Fälle seien auf dem Gelände, im digitalen Raum sowie im Umfeld der Gedenkstätte Sachsenhausen verzeichnet worden, darunter Hakenkreuz- und israelfeindliche Schmierereien, hieß es. 2024 seien es 52 Vorfälle gewesen, darunter 29 Feedback-Postkarten.

In der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück seien keine besonderen Vorfälle festgestellt worden, hieß es. 2024 seien es acht antisemitische, israelfeindliche oder rechtsextreme Vorfälle gewesen. Sachsenhausen liegt nördlich von Berlin. Ravensbrück liegt wenige Kilometer entfernt von Mecklenburg-Vorpommern. In der NS-Zeit waren in den beiden Konzentrationslagern mehr als 300.000 Menschen inhaftiert. Zehntausende von ihnen wurden ermordet oder starben auf andere Weise.