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UN-Menschenrechtskommissar fordert Ende der Gewalt im Iran

Bei regierungskritischen Protesten in iranischen Städten sind zahlreiche Menschen getötet worden. Für UN-Vertreter Türk ist es eine Antwort brutaler Gewalt auf legitime Forderungen nach Veränderung.

Angesichts der Gewalt gegen Demonstranten im Iran äußert sich der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Volker Türk, bestürzt. Die Tötung friedlicher Demonstranten müsse aufhören, forderte Türk am Dienstag in Genf. Die Regierung in Teheran solle die Blockade von Internet und Telekommunikation umgehend aufheben. Die Verantwortlichen für die Menschenrechtsverstöße müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Wie schon 2022 reagierten die Behörden mit brutaler Gewalt, um legitime Forderungen nach Veränderung zu unterdrücken, sagte Türk; und: “Das iranische Volk und seine Forderungen nach Fairness, Gleichheit und Gerechtigkeit müssen Gehör finden.”

Der Menschenrechtskommissar zeigte sich besorgt über Äußerungen von Vertretern der iranischen Justiz, die die Möglichkeit von Todesstrafen gegen Demonstranten im Rahmen von beschleunigten Gerichtsverfahren andeuteten. Türks Büro verwies auf Berichte, nach denen mehrere Krankenhäuser mit der Zahl der Opfer überfordert seien. Wegen der Kommunikationsblockade ließen sich die Verhältnisse nicht genau überprüfen.