Deutschlandtickets für Freiwilligendienstleistende, mehr Anerkennung insgesamt für Ehrenamtler. Dafür spricht sich der neue Präsident des Deutschen Roten Kreuzes aus.
Das Deutsche Rote Kreuz wünscht sich mehr Anreize für Freiwilligendienste. “Es geht nicht nur um eine bessere Vergütung, sondern auch um andere Zeichen der Anerkennung”, sagte Präsident Hermann Gröhe in einem am Freitag verbreiteten Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). “Wie wäre es etwa mit einem Deutschland-Ticket für die, die Freiwilligendienste leisten, oder einer besseren Anrechnung bei der Bewerbung um einen Studienplatz?”
Mehr Anerkennung forderte Gröhe auch für das Ehrenamt insgesamt. Hier gehe es ihm unter anderem um die Gleichstellung der Helferinnen und Helfer. “Bei Feuerwehr und Technischem Hilfswerk können sie sich berechtigterweise von ihrem Arbeitgeber für Einsätze, Übungen und Ausbildungen freistellen lassen. Dieser Freistellungsanspruch sollte bundesweit im Bevölkerungsschutz auch auf das Deutsche Rote Kreuz und andere anerkannte Hilfsorganisationen übertragen werden.”
Das Ehrenamt sei zentral für den Bevölkerungsschutz in Deutschland, betonte Gröhe. “Es trägt 90 Prozent der Einsätze. Menschen lassen alles stehen und liegen – beruflich und privat – und helfen ihren Mitmenschen. Das gilt etwa für schwere Unfälle genauso wie bei großflächigen Hochwasserkatastrophen.”