Dank guter Mülltrennung der privaten Haushalte und verbesserter Technik in den Sortieranlagen hat die Entsorgungswirtschaft 2024 bundesweit rund 5,5 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle sammeln und verwerten können. Im Vergleich zum Vorjahr sei durch die dualen Systeme damit eine ähnlich große Menge Verpackungen recycelt worden wie im Jahr 2023, teilten das Umweltbundesamt (UBA) und die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) mit. Vor allem bei Kunststoffverpackungen (plus 4,1 Prozent) und Verbundverpackungen (plus 9,3 Prozent) sind die Mengen angestiegen.
Zugleich konnte die Recyclingquote bei Kunststoffverpackungen auf 70,8 Prozent erhöht werden, sagte Gunda Rachut, Vorstand des Verpackungsregisters. 2018 habe dieser Wert noch bei 42,1 Prozent gelegen. Neben einer guten Mülltrennung seien verbessertes recyclinggerechtes Design der Verpackungen sowie effektivere Technik in den Sortieranlagen für die gestiegenen Sortierquoten verantwortlich, sagte Rachut: „Den Irrglauben, es würde ohnehin alles verbrannt, können wir damit eindrucksvoll widerlegen.“
Glasrecycling: Mythos entzaubert
Beim Glasrecycling halte sich seit Jahren der Mythos, dass das Containerglas beim Transport wieder gemischt werde. Dem widersprach die Fachbereichsleiterin für Kreislaufwirtschaft beim Umweltbundesamt, Bettina Rechenberg, entschieden: „Moderne Sammelfahrzeuge transportieren das gesammelte Glas in separaten Kammern“. Nur die sortenreine Sammlung und Weiterverarbeitung von Weiß-, Braun- und Grünglas sichere die hohen Qualitätsanforderungen der Glashersteller.
