Der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK), Thomas Rachel (CDU), hat eine scharfe Abgrenzung der Union von der AfD verlangt. “Das ‘C’ setzt eine klare Grenze nach rechts”, sagte Rachel am Mittwoch in Berlin. Zugleich forderte er die Absetzung des Vorsitzenden der CDU-Grundwertekommission, Andreas Rödder. Der Mainzer Historiker habe mit “bedenklichen Empfehlungen” im Magazin “Stern” “den Boden für CDU-Minderheitsregierungen” bereitet, selbst wenn sie hin und wieder von der AfD unterstützt würden.
“Es ist mit christlicher Überzeugung unvereinbar, sich von einer solchen Partei tolerieren zu lassen”, sagte Rachel. “Die Partei AfD duldet bewusst rechtsextremes Gedankengut, Antisemitismus und Rassismus. Die AfD ist menschenverachtend, demokratiefeindlich, rechtsextrem und spaltet mit ihrem Geschäftsmodell Hass mutwillig unsere Gesellschaft”. Rödder scheine mit seinen Äußerungen den Wertekompass der CDU verloren zu haben.
“Wer in dieser zentralen Frage der Haltung zur AfD so signifikant von den Grundwerten der CDU abweicht, kann nicht zugleich Vorsitzender ihrer Grundwertekommission sein”, betonte der EAK-Chef.