Rund 40.000 Fragebögen zur Erfassung von künftigen Wehrdienstleistenden sind laut Verteidigungsminister Boris Pistorius verschickt worden. Zwar ließen sich wohl erst in zwei, drei Monaten Rückschlüsse auf die Bereitschaft junger Männer und Frauen zu einem Dienst in der Bundeswehr ziehen, sagte der SPD-Politiker der “Augsburger Allgemeinen”. Er sei dennoch zuversichtlich auch künftig auf eine allgemeine Wehrpflicht verzichten zu können. “Wenn es so läuft, wie ich mir das vorstelle, werden wir in Friedenszeiten ohne Wehrpflicht auskommen”, sagte Pistorius. Dies bleibe auch das Ziel der Bundesregierung.
“Was man aber jetzt schon sagen kann: Bereits bevor wir den Wehrdienst durch das neue Gesetz attraktiver gemacht haben, sind die Bewerberzahlen spürbar gestiegen”, fügte Pistorius hinzu. “Mit 25.000 Neueinstellungen und insgesamt 184.200 Soldaten haben wir in der Bundeswehr im vergangenen Jahr den höchsten Personalstand seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht”, sagte der Verteidigungsminister.
Pistorius: “Unser Wehrdienst ist kein Strafdienst”
“Wir wollen junge Frauen und Männer für die Bundeswehr gewinnen, die sich von sich aus für die Sicherheit unseres Landes einsetzen wollen”, betonte Pistorius. “Unser Wehrdienst ist kein Strafdienst, sondern ein Dienst an unserem Land.”
