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Mehr Verfahren am Verwaltungsgericht Berlin

Die Zahl der Verfahren am Berliner Verwaltungsgericht ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2025 seien insgesamt 28.697 Verfahren eingegangen, 20 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Gericht am Freitag mit. Schwerpunkte seien weiter das Asyl- und das Aufenthaltsrecht. Im Asylrecht seien insgesamt 9.285 Klagen und Eilanträge anhängig gemacht worden, im Vorjahr seien es 8.204 Verfahren gewesen.

Die Hauptherkunftsländer der neu eingegangenen Asylsachen waren demnach die Türkei mit 1.511 Verfahren, Syrien mit 1.223 Verfahren, Afghanistan mit 1.129 Verfahren und die Russische Föderation mit 739 Verfahren. Insgesamt 7.637 Asylsachen wurden im vergangenen Jahr erledigt. Zum Stichtag am 31. Dezember seien insgesamt 10.071 Asylverfahren noch nicht abschließend entschieden worden. Mehr als 40 Prozent der noch offenen Verfahren entfielen auf das Asylrecht.

Im Aufenthaltsrecht seien insgesamt 9.633 Streitsachen und damit über
40 Prozent mehr Verfahren eingegangen als im Vorjahr, hieß es. Davon habe der weit überwiegende Teil von 7.467 Fällen Visaverfahren von Menschen betroffen, die nach Deutschland einreisen wollten. Ein weiterer Anstieg sei auch im Bereich der Untätigkeitsklagen im Staatsangehörigkeitsrecht zu verzeichnen gewesen. 2025 seien dazu 2.265 Verfahren eingegangen, im Vorjahr seien es 1.662 Verfahren gewesen.

Das Verwaltungsgericht hat den Angaben zufolge 2025 insgesamt 23.841 Verfahren erledigt, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich sei der Bestand anhängiger Verfahren mit 25.038 Fällen im Vergleich zum Vorjahr um rund 24 Prozent gestiegen.