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Präsidentin Lorenz führt Klassikstiftung bis Ende 2029

Die Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, Ulrike Lorenz, bleibt zwei weitere Jahre bis Ende 2029 im Amt. Der Stiftungsrat habe ihren Vertrag am Donnerstag vorzeitig um 24 Monate verlängert, sagte Thüringens Kulturminister Christian Tischner (CDU) unmittelbar nach Unterzeichnung des Papiers in Weimar. Für den Freistaat und Thüringens größte Kultureinrichtung sei dies eine gute Nachricht. Lorenz stehe für fachliche Exzellenz, eine internationale Ausrichtung, Mut und Klugheit.

Die 63 Jahre alte Kunsthistorikerin führt die Stiftung mit ihren rund 420 Mitarbeitenden seit 2019. Seitdem hat sie vor allem durch eine stärkere Publikumsorientierung, digitale Öffnung und internationale Profilierung Akzente gesetzt. Lorenz konnte mehr als zehn Millionen Euro private Mittel für die Sanierung und Neukonzeption des Unesco-Welterbes „Ensemble Goethe-Wohnhaus“ einwerben.

Kulturminister Tischner stimmte die Kultureinrichtungen im Freistaat jedoch auf finanziell fordernde Zeiten ein. Der Staat werde Kultur künftig nicht mehr im bisherigen Umfang finanzieren können. Kultureinrichtungen müssten daher stärker auf eigene Erlöse, zusätzliche Einnahmequellen und Partnerschaften setzen. Gerade in Thüringen sei dies eine besondere Herausforderung.

Zur Begründung verwies der CDU-Politiker auf steigende Kosten, begrenzte öffentliche Mittel sowie neue Anforderungen an Resilienz und Klimaanpassung. Zukunftsfähigkeit erfordere kein „Weiter so“, sondern klare Profile, Prioritäten und Kooperationen.