Heute ist Murmeltiertag.
Man denkt sofort an den Film mit Bill Murray: Ein Mann wacht morgens auf – und derselbe Tag beginnt immer wieder von vorn. Gleiche Musik im Radio. Gleiche Menschen. Gleiche Gespräche. Egal, was er tut: Am nächsten Morgen fängt alles wieder von vorne an.
Klar, eine Filmkomödie. Aber … so ein bisschen Murmeltiertag kennt doch jeder.
Im Büro und in der Kirche: Täglich grüßt das Murmeltier
Im Büro die Sitzungen, bei denen man meint, alles schon mal gehört zu haben. Zu Hause die immer gleichen Diskussionen. Im Winter schiebt man Schnee, im Sommer mäht man Rasen. Und in den Nachrichten wechseln die Namen und Orte, aber nicht die Probleme. Neue Krise, altes Drehbuch.
Selbst die Empörung darüber klingt irgendwie vertraut.

Auch Kirche kann das. Sitzungen, Tagesordnungen, vertraute Formulierungen – und der fünfte oder sechste Reformprozess innerhalb von 20 Jahren. Man hat manchmal das Gefühl: Selbst der Aufbruch folgt dem Gesetz der Serie.
Ist ja eigentlich auch nicht schlimm. Rituale tragen. Aber neu, gähn, fühlt sich das selten an.
Eine ziemlich gute Idee des Murmeltiers!
Und dann ist da dieser deprimierende Gedanke: War doch alles schon mal da.
Aber hey! Heute ist Weltmurmeltiertag. Also: Lerne vom Murmeltier. Aber vom echten.
Das zieht sich im Winter zurück und schläft. Es versucht erst gar nicht, in der Kälte da draußen irgendetwas zu erreichen. Es gönnt sich eine Pause. Sammelt Kräfte. Und wenn es dann wieder von vorne losgeht, kann es zumindest fröhlich und gestärkt weitermachen.
Ehrlich gesagt: eine ziemlich gute Idee. Zumindest für heute. Und morgen ist der Murmeltiertag ja auch wieder vorbei.
