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Landeszentrale für politische Bildung bekommt neue Leiterin

Die Kunstpädagogin und frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Anikó Glogowski-Merten wird neue Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung in Niedersachsen. Die 43-Jährige tritt die Nachfolge von Ulrika Engler an, wie die Staatskanzlei am Dienstag in Hannover mitteilte. Die katholische Theologin Engler hatte die in Hannover ansässige Zentrale im vergangenen Jahr verlassen. Ihre Nachfolgerin stammt aus Braunschweig. Sie ist die Schwiegertochter des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski (SPD).

Glogowski-Merten studierte Kunst- und Erziehungswissenschaft in Braunschweig und schloss ihre Studien mit einem „Master of Arts“ ab. Von 2016 bis 2021 war sie für die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung tätig und organisierte dort Veranstaltungen zur politischen Bildung. Von 2021 bis 2025 war sie im Bundestag unter anderem Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien und kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) sagte, Glogowski-Merten wolle mit unterschiedlichen Zielgruppen ins Gespräch kommen und so die politische Bildung noch näher zu den Menschen bringen. „Polarisierung, Desinformation und Vertrauensverlust stellen unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen“, betonte er. In dieser Situation sei die Landeszentrale für politische Bildung als überparteiliche Institution von unschätzbarem Wert.

Die neue Leiterin selbst sagte, sie wolle die politische Bildung in Niedersachsen „offen, vielfältig und digital“ weiterentwickeln. So wolle sie die Einrichtung „zu einem noch stärkeren Motor demokratischer Innovationskraft“ machen.

Die Landeszentrale war 2017 nach zwölf Jahren neu gegründet worden. 2004 war die bis dahin bestehende Zentrale durch einen Beschluss des Kabinetts von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) aufgelöst worden. In dieser Zeit war Niedersachsen das einzige Bundesland ohne eine solche Einrichtung.