Der kubanische Dissident José Daniel Ferrer hofft angesichts der aktuellen politischen Dynamik in Karibikregion auf eine lang ersehnte Chance zu einer Demokratisierung. Donald Trump drängt Havanna zu einer Kooperation.
Der kubanische Dissident José Daniel Ferrer bringt in der dynamischen Lage in seinem Heimatland die katholische Kirche als Vermittlerin ins Spiel. “Die katholische Kirche hat immer eine positive Rolle gespielt und gelegentlich in Prozessen wie der Freilassung politischer Gefangener vermittelt”, sagte Ferrer, nach langer Haftstrafe seit Oktober in den USA im Exil, im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Ferrer weiter: “Ich glaube, dass die katholische Kirche jetzt ein positiver Akteur wäre – der zweifellos außerhalb der Institutionen des Regimes am besten organisiert ist”. Dabei dürfe man aber nicht vergessen, dass Unterdrückung, Drohungen und Zwang des Regimes auch die Rolle und Funktion der Kirche geschwächt hätten. Viele Kubaner hätten den Glauben verloren, den sie vor, während und nach dem Besuch von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) im Jahr 1998 in Kuba gehabt hätten.
Javier Larrondo von der Bürgerrechtsorganisation Prisoners Defenders, die sich für die rund 1.200 politischen Gefangenen auf Kuba einsetzt, beurteilte die Aussichten für eine Verbesserung der Lage allerdings pessimistisch: “Wenn es um Menschenrechte geht, strebt das Regime nicht nur keine positive Entwicklung an, sondern es gibt sogar Anzeichen dafür, dass es aktiv zu den schlimmsten Formen der nationalen und transnationalen Unterdrückung zurückkehrt”, sagte Larrondo der KNA.