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Kretschmann lobt AfD-Warnung von Unternehmer Würth

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Unternehmer Reinhold Würth für seine Warnung vor der AfD gelobt. Würth habe mit seinem Schreiben an die Mitarbeiter, in dem er von der Wahl dieser Partei abrät, einen „sehr wertvollen, stilbildenden“ Hinweis gegeben, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Der Grünen-Politiker beurteilt es nach eigenen Worten positiv, dass sich die Wirtschaft für eine stabile Demokratie positioniere.

Der Unternehmensgründer Würth hatte in einem fünfseitigen Brief an die mehr als 27.000 Mitarbeiter davor gewarnt, die AfD zu wählen. Es sei zu wenig, sich aus Unmut über die Ampelkoalition für eine Partei zu entscheiden, die den „Parteienstaat“ abschaffen wolle, schreibt er. Der 88-Jährige schließt sich in dem Brief „dem Protestzug voll an“, bei dem in den vergangenen Wochen Millionen Deutscher gegen die AfD protestiert hatten.

Kretschmann sieht den oft als „Schraubenkönig“ bezeichneten Würth nicht als Einzelfall; es hätten sich schon länger viele Unternehmen in diese Richtung geäußert. Es sei richtig, dass Vertreter der Wirtschaft vor extremistischen Kräften warnten, die die verfassungsmäßige Ordnung ablehnten oder minimieren wollten. Würths Appell an seine Mitarbeiter sei „sehr ernsthaft und sehr charmant formuliert“, sagte der Ministerpräsident. (0614/19.03.2024)