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Europäische Rabbinerkonferenz tagt in Jerusalem

Aus Sicherheitsgründen hatte die orthodoxe Europäische Rabbinerkonferenz ihre für November geplante Generalversammlung in Aserbaidschan abgesagt. Nun trifft sie sich an einem anderen Ort.

Hunderte orthodoxe Rabbiner aus Europa treffen sich von Montag bis Mittwoch zu ihrer Generalversammlung in Jerusalem. Erwartet werden rund 400 Rabbiner und deren Ehefrauen, religiöse Führungspersönlichkeiten, Vertreter jüdischer Gemeinden sowie politische Repräsentanten aus Europa, Israel und den USA, wie die Rabbinerkonferenz (CER) am Sonntag in München mitteilte. Ursprünglich hätte die 33. Generalversammlung im November in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku stattfinden sollen, war aber den Angaben zufolge wegen Bedrohungen aus dem Iran abgesagt worden.

Die Generalversammlung diene als zentrale Plattform für den Austausch über die drängendsten Herausforderungen jüdischen Lebens in Europa und weltweit, hieß es. Im Mittelpunkt stünden vor allem die Bekämpfung des zunehmenden Antisemitismus, die Sicherheit jüdischer Gemeinden und die Stärkung des interreligiösen Dialogs. Teile der Tagung sind laut Ankündigung an der Jerusalemer Klagemauer geplant.

Die CER vertritt als Europäisches Rabbinat nach eigenen Angaben rund 1.000 Mitglieder und 800 aktive Rabbiner. Sie wurde 1956 in Großbritannien gegründet, mittlerweile hat sie ihren Hauptsitz in München. CER-Präsident ist der ehemalige Oberrabbiner von Moskau, Pinchas Goldschmidt, der auch Träger des Internationalen Aachener Karlspreises ist.