Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, will sich am Protest gegen den AfD-Bundesparteitag am Wochenende in Essen beteiligen und Kirche dort sichtbar machen. Für sie sei es selbstverständlich, dass Kirche dort präsent sei und sich für Demokratie, Vielfalt und Toleranz einsetze, sagte die Vorsitzende des Kirchenparlaments der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag).
Heinrich rief dazu auf, mit Menschen im Gespräch zu bleiben, die die AfD wählen oder mit ihr sympathisieren. „Wir dürfen nicht aufhören, miteinander zu sprechen. Das ist wichtiger denn je“, sagte sie. Auch wo es schwerfalle und anstrengend sei, sollten Menschen ihre Sorge um die Demokratie in Familie und Freundeskreise tragen und sachlich überlegen, ob die von der AfD gebotenen Lösungen nicht nur verlockend einfach klängen. „Landtagswahlen werden nicht mit Parolen in der ‘Tagesschau’ entschieden, sondern in den Familien, in den Freundeskreisen, eben da wo Menschen sich trauen, zu reden, ohne anderen die Klugheit abzusprechen“, sagte die 28-Jährige. Bei den Landtagswahlen im September in Brandenburg, Thüringen und Sachsen werden hohe Stimmenanteile für die AfD erwartet.