Mehr als 16.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sind im Jahr 2024 in Baden-Württemberg Opfer von Gewalt geworden. Als Reaktion darauf hat das Landeskriminalamt eine neue zentrale Anlaufstelle eingerichtet, wie das Innenministerium am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Sie soll von Gewalt betroffenen Mitarbeitern Beratung und Hilfe anbieten.
Innenminister Thomas Strobl (CDU) bedauerte, dass Beschäftigte im öffentlichen Dienst viel zu oft Aggressionen, Hass und Hetze erlebten. „Mit der neuen ‘Ansprechstelle rund um Gewaltprävention und Sicherheit öffentlicher Dienst‘ – kurz ARGUS öD – haben wir eine zentrale Kontaktstelle für Beschäftigte im öffentlichen Dienst geschaffen, die Gewalt erleben müssen“, sagte er. Dies sei ein wichtiger Schritt, um die Mitarbeiter zu stärken.
Im vergangenen Jahr wurden 14.459 Polizisten, 1.615 weitere Beschäftigte im öffentlichen Dienst sowie 297 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten Opfer von Gewalt. Für 2025 rechnet das Ministerium mit ähnlich hohen Zahlen. (3348/23.12.2025)