Weniger Krankenhausbehandlungen wegen Alkoholkonsums

Alkohol bleibt ein Gesundheitsrisiko: Trotz sinkender Fallzahlen in Kliniken starben 2024 mehr als 14.000 Menschen an alkoholbedingten Erkrankungen. Besonders betroffen sind Männer.
Weniger Krankenhausbehandlungen wegen Alkoholkonsums
Immer weniger Menschen müssen wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus. 2024 erreichten die Fallzahlen den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Zugleich steigt die Zahl der Todesfälle leicht an - Imago / Westend61
Die Zahl der Menschen, die wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus müssen, geht zurück. Rund 283.500 Patientinnen und Patienten wurden 2024 aufgrund einer ausschließlich durch Alkohol bedingten Diagnose stationär in einer Klinik behandelt. Das waren 28,9 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Jahr 2014 waren 398.500 Menschen aus diesem Grund stationär behandelt worden. Damit erreichten die Fallzahlen 2024 den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Zugleich sank den Angaben zufolge der Anteil der Fälle mit einer solchen Diagnose an den Krankenhausbehandlungen insgesamt: von 2,0 Prozent im Jahr 2014 auf 1,6 Prozent im Jahr 2024. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen insgesamt ging im selben Zeitraum um 8,6 Prozent auf 17,9 Millionen Fälle zurück.

Frauen seltener wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus

Männer werden häufiger aufgrund einer alkoholinduzierten Diagnose stationär behandelt als Frauen: 207.900 oder 73,3 Prozent der mit dieser Diagnose im Jahr 2024 Behandelten waren Männer, gut ein Viertel (26,7 Prozent) waren Frauen. Insgesamt starben 2024 rund 14.400 Menschen aufgrund einer direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführenden Erkrankung. Das waren 2,1 Prozent mehr als 2014. Damals gab es rund 14.100 solcher Todesfälle. 2024 waren knapp drei Viertel (74,1 Prozent) der Verstorbenen Männer. Rund die Hälfte der an alkoholbedingten Krankheiten gestorbenen Männer (50,9 Prozent) waren 55 bis 69 Jahre alt.

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