Während die USA unter Trump nach Grönland greifen, veröffentlicht das Weltwirtschaftsforum seinen Globalen Risikobericht 2026. Ergebnis: Der Kampf um globalen wirtschaftlichen Einfluss ist die größte Gefahr.
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hält den Konkurrenzkampf der Großmächte um ökonomische Einflusszonen für die größte Gefahr in diesem Jahr. In seinem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Global Risks Report 2026 kommt das WEF zu dem Schluss, die geoökonomische Konfrontation steche als größtes Risiko für die Weltlage hervor. Für die Analyse wurden mehr als 1.300 globale Führungspersönlichkeiten und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und internationalen Organisationen nach ihrer Einschätzung gefragt.
Als nächstgrößere Risiken werden zwischenstaatliche Konflikte, extreme Wetterereignisse, gesellschaftliche Polarisierung sowie Fehl- und Desinformation genannt.
“Die Prognose von Führungskräften und Experten zeigt große Besorgnis”, resümiert das WEF. Die Hälfte der Befragten erwarte eine turbulente oder stürmische Welt in den nächsten zwei Jahren, 14 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Weitere 40 Prozent gingen davon aus, dass die Zwei-Jahres-Aussicht zumindest unruhig werde, während nur jeder Zehnte Stabilität oder Ruhe vorhersage.
“Eine neue Wettbewerbsordnung nimmt Gestalt an, während die Großmächte versuchen, ihre Interessensphären zu sichern”, sagte Borge Brende, Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums. In dieser sich verändernden Landschaft blieben internationale Zusammenarbeit und der Geist des Dialogs unerlässlich.
Das WEF veröffentlichte seinen Globalen Risikobericht bereits zu 21. Mal. Die Analyse identifiziert und untersucht die drängendsten Risiken über kurzfristige, mittlere und langfristige Zeiträume hinweg. Sie soll Führungskräften die Voraussicht auf künftige Krisen ermöglichen, um aufkommende Herausforderungen zu bewältigen und kollektives Handeln zu fördern.