Das Ausstellungsjahr 2026 hat in NRW einiges zu bieten. Ab dem 25. Januar präsentiert die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen deutsche Pop Art. Unter der Überschrift „German Pop Art – Zwischen Provokation und Mainstream“ sind bis 3. Mai Arbeiten der 1960er und 1970er Jahre aus der Sammlung Heinz Beck zu sehen, ergänzt um rund 50 Exponate aus der museumseigenen Sammlung. Darunter sind etwa Werke von Mary Bauermeister, Konrad Klapheck, Maina-Miriam Munsky, Sigmar Polke und Wolf Vostell.
Eine große Retrospektive zum Werk des Fotografen Robert Capa (1913-1954) startet am 8. Februar im Fotografie-Forum der Städteregion Aachen in Monschau. Die bis zum 3. Mai terminierte Ausstellung „Robert Capa – Der visuelle Journalist“ umfasst rund 100 Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die zwischen 1936 und 1954 entstanden sind. Der Fotograf, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Endre Erno Friedmann hieß, machte sich vor allem als Kriegsberichterstatter einen Namen. Heute gelten viele seiner Aufnahmen als Ikonen der Fotografie, wie etwa Bilder von der Landung der Alliierten am D-Day in der Normandie in Frankreich.
Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr präsentiert ebenfalls vom 8. Februar an in der Ausstellungsreihe „Garten der Kunst“ Werke von Franz Marc, August Macke, Erich Heckel und Alexej von Jawlensky aus der Sammlung Ziegler. Die bis zum 7. Februar 2027 terminierte Schau befasst sich mit Leben und Werk der vier expressionistischen Künstler. Arrangierte Fotografien und historische Möbel sorgen nach Angaben des Museums für eine stimmige Kulisse für die ausgestellten Werke.
Im Kunstpalast Düsseldorf ist vom 12. März bis zum 9. August die Privatsammlung Scharf Collection zu sehen. Sie zeigt unter anderem Meisterwerke von Claude Monet, Paul Cézanne und Henri Matisse bis hin zu Gegenwartskunst von Daniel Richter und Katharina Grosse.
Das Museum Folkwang in Essen präsentiert vom 17. Juli bis zum 8. November eine Retrospektive des französischen Malers Gustave Courbet (1819-1877). Unter dem Titel „Ich, Gustave Courbet – Maler und Rebell“ beleuchtet nach Museumsangaben zentrale Lebensstationen und Werkgruppen des Künstlers: Selbstbild und Öffentlichkeit, soziale Realität, erotische Darstellung, Landschaft und Exil. Mit seiner kompromisslosen Haltung und seiner innovativen Maltechnik gelte Courbet als Wegbereiter der Moderne, hieß es.
Ab dem 10. September präsentiert der Kunstpalast in Düsseldorf Werke von Niki de Saint Phalle (1930-2002), die vor allem durch ihre üppig-farbenfrohen „Nana“-Figuren bekannt geworden ist. Die Schau mit dem Titel „Dream Machine“ ist bis zum 7. Februar 2027 terminiert und stellt die Künstlerin mit ihren Arbeiten gegen die Diskriminierung von Frauen vor. Dazu zählen nach Angaben des Museums neben den Frauenfiguren auch Schießaktionen, Happenings, Skulpturen und Filme sowie Modelle von Großplastiken im Landschaftsraum.
Vom 12. September bis zum 24. Januar 2027 widmet die Kunstsammlung NRW K20 in der NRW-Landeshauptstadt dem Maler Franz Marc (1880-1916) eine umfassende Einzelschau. Seine expressionistischen Werke faszinierten mit leuchtenden Farben und tief berührenden Themen, heißt es in der Ankündigung des Museums. Zusammen mit Wassily Kandinski gründete Marc die Redaktionsgemeinschaft „Der Blaue Reiter“.
Schließlich zeigt das LVR-Landesmuseum Bonn ab dem 1. Oktober die Ausstellung „Fluchtpunkt Paris“. Die bis zum 24. Januar 2027 terminierte Schau widmet sich den drei Fotografinnen Gisèle Freund, Rogi André und Madame d’Ora. Alle drei widmeten sich dem pulsierenden Kulturleben der Stadt und hielten es in zahlreichen eindrucksvollen Aufnahmen fest, die laut Museum „zu den Höhepunkten der Fotografiegeschichte“ zählen. Anfang der 1940er Jahre waren die Fotografinnen wegen ihrer jüdischen Herkunft zur Flucht gezwungen. Nach Kriegsende kehrten alle drei in die französische Hauptstadt zurück. Ihre Aufnahmen erzählten von Aufbruch, Verfolgung, gesellschaftlichem Engagement und vom Überleben im Exil, hieß es.