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Voltaire-Preis für Haci Cevik

Der Politikwissenschaftler Haci Cevik ist mit dem „Voltaire-Preis für Toleranz, Völkerverständigung und Respekt vor Differenz“ ausgezeichnet worden. Damit würdige die Universität Potsdam das Engagement des aus der Türkei stammenden Wissenschaftlers für Pluralismus und Menschenwürde, für die Freiheit der Wissenschaft und das Recht auf freie Meinungsäußerung, teilte die Hochschule anlässlich der Auszeichnung am Mittwoch mit. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde zum zehnten Mal verliehen. Cevik forscht derzeit an der Berliner Humboldt-Universität.

Mit dem Voltaire-Preis würdigt die Universität Potsdam den Angaben zufolge seit 2017 Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, die sich in besonderer Weise für den gesellschaftlichen Dialog, die Freiheit von Forschung und Lehre sowie für das Recht auf freie Meinungsäußerung einsetzen. Die Auszeichnung wird von der Friede Springer Stiftung finanziert.

Haci Cevik hat den Angaben zufolge in der Türkei studiert und befasst sich mit ethnischer Politik, Kurdistan-Forschung, Diaspora-Bildung sowie alltäglichen Dynamiken von Identität und Zugehörigkeit. Seine Forschung stelle dominante Narrative infrage und mache Menschen sichtbar, deren Erfahrungen im politischen wie im akademischen Diskurs häufig ausgeblendet würden, hieß es. Dazu zählten die Kurdinnen und Kurden in Zentralanatolien ebenso wie syrische Geflüchtete in der Türkei. Seine Arbeit stärke demokratische Werte, stelle sich entschieden gegen Ausgrenzung und fördere Verständigung zwischen unterschiedlichen Gemeinschaften.