Das Städel Museum in Frankfurt am Main und die Liebieghaus Skulpturensammlung zählten im vergangenen Jahr insgesamt 425.199 Besucherinnen und Besucher. Damit hätten die beiden Häuser das Niveau des Vorjahres gehalten, als 425.022 Besucher gezählt worden waren, teilte das Städel Museum am Montag in Frankfurt mit.
Das Städel zählte im Jahr 2025 insgesamt 370.716 Besucher. Publikumsmagneten waren vor allem die Ausstellung „Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten?“ und die erste Retrospektive der in Darmstadt lebenden Künstlerin Annegret Soltau. Deren zentrale Themen sind Identität, Körper und Feminismus. Soltau nutzt Fotografien, zerreißt die Bilder und näht sie neu zusammen.
Im Liebieghaus, das seit 2006 als Betriebsgesellschaft durch das Städel Museum geführt wird, lockten vor allem die Ausstellung „Isa Genzken meets Liebieghaus“ Besucher an sowie die Sonderausstellung „Tiere sind auch nur Menschen. Skulpturen von August Gaul“. Die Arbeiten des Naturbeobachters Gauls sind noch bis 3. Mai zu sehen.
„Die konsequente Sichtbarmachung von Künstlerinnen ebenso wie bedeutende Neuentdeckungen haben das Programm beider Häuser nachhaltig bereichert und beim Publikum eine spürbare Resonanz gefunden“, bilanzierte der Direktor der beiden Häuser, Philipp Demandt. Die Besucherzahlen bestärkten, „diesen inhaltlich vielfältigen und offenen Weg weiterzugehen“.
Für das Jahr 2026 kündigte Demandt unter anderem die Schau „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ an, die vom 19. März bis zum 5. Juli im Städel Museum zu sehen sein wird. Das Liebieghaus zeige ab November die Skulpturen des Parthenon, des berühmten Tempels auf der Athener Akropolis. Im Zentrum der Präsentation steht eine annähernd vollständige archäologische Rekonstruktion der Skulpturengruppe des Ostgiebels, die aus langjähriger Forschungsarbeit des Teams der Liebieghaus Skulpturensammlung hervorgegangen ist.