Artikel teilen:

U18-Wahl findet erstmals auch digital statt – in einigen Kommunen

Zu den bayerischen Kommunalwahlen am 8. März wird es wieder eine U18-Wahl geben – diesmal teils auch in digitaler Form. Für alle, die noch zu jung sind fürs reguläre Wählen, werden von 16. bis 27. Februar in ganz Bayern U18-Wahllokale geöffnet sein, wie der Bayerische Jugendring (BJR) am Donnerstag in München mitteilte. Organisiert werden sie von örtlichen Jugendringen, Jugendverbänden, Kommunen und Schulen. Neu ist, dass Jugendliche in ausgewählten Kommunen zum ersten Mal digital von zu Hause aus abstimmen können: in Augsburg (Stadt), Dasing, Donauwörth, Regensburg (Landkreis), Lauf a. d. Pegnitz, Lappersdorf, Mellrichstadt, Pegnitz, Tutzing und Zeitlarn.

Damit sei die U18-Kommunalwahl 2026 ein bundesweites Modellprojekt fürs Online-Voting, so der BJR, der die Wahl organisiert. Möglich geworden sei dies durch die Zusammenarbeit von BJR-Präsident Philipp Seitz und Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler), der zudem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) als Schirmherrin gewann.

Die digitale Premiere der U18-Wahl sei ein „Meilenstein für moderne Demokratie und politische Bildung“, sagte Mehring. Bayerns Jugendliche würden so zu Pionieren für ein „Update unserer Demokratie“. Mit dem Pilotprojekt würden die technischen Grundlagen dafür geschaffen, künftig auch reguläre Abstimmungen digital durchführen zu können, etwa Bürgerbegehren sowie Kommunal- und Landtagswahlen.

Seitz zufolge zeigt die digitale Premiere jungen Menschen, „dass demokratische Teilhabe so einfach und so selbstverständlich sein kann wie das Smartphone in der Hand“. Das Projekt sei „ein Bekenntnis zu einer Demokratie, die wächst und vorangeht“.

In den digitalen Pilotkommunen erhalten alle 14- bis 17-jährigen Einwohner mit deutscher oder anderer EU-Staatsbürgerschaft eine persönliche Wahlbenachrichtigung. Analoge Wahllokale werde es dort nicht geben, um Doppelstimmabgaben auszuschließen. (0287/29.01.2026)