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Tote und Verletzte nach massiven Überschwemmungen in Mosambik

Zerstörte Häuser, geschlossene Schulen, Angst vor Krankheiten: Die Regenfälle im südlichen Afrika haben gravierende Folgen. Mosambik bleibt am stärksten betroffen.

Bei den schweren Überschwemmungen in Mosambik im Südosten Afrikas sind bisher mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das Nationale Institut für Katastrophenmanagement (INGD) mit. Landesweit sind verschiedenen Angaben zufolge zwischen 640.000 und 750.000 Menschen von den Folgen der Regenfälle betroffen.

So mussten laut INGD mehr als 111.000 Menschen in die 113 errichteten Notunterkünfte gebracht werden. Mehrere Personen werden noch vermisst. Auf der Flucht vor den Wassermassen retteten sich Menschen auf Häuserdächer und in Baumkronen.

Stark beschädigt wurden vielerorts Straßen und Gebäude. Mehr als 4.000 Häuser wurden nach Angaben von INGD zerstört, mehr als 162.000 Häuser überflutet. Beobachtern zufolge kann sich der Wiederaufbau der Infrastruktur über Jahre hinziehen.

Hilfsorganisationen sprachen bereits von einer der schlimmsten Flutkatastrophen seit Jahrzehnten. INGD wie das Welternährungsprogramm (WFP) warnten vor Versorgungsengpässen. Viele Felder stünden unter Wasser. Beeinträchtigt sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO in den betroffenen Gebieten auch Dutzende Krankenhäuser und Gesundheitsstationen, so dass dort die medizinische Versorgung teilweise unterbrochen ist. Auch bestehe die Gefahr von Krankheitsausbrüchen. Aufgrund überschwemmter Schulen muss Unterricht ausfallen.

Neben Mosambik sind auch Teile von Simbabwe und Südafrika von schweren Regenfällen betroffen. Südafrika hatte deshalb teilweise den Notstand ausgerufen.